Jensen Freighter (1955)

Maßstab 1:43

beige / dunkelrot

AutoCult (Artikel-Nr. # 11007)

 

Miniatur-Modellauto aus Resin, neu und originalverpackt

 

AC11007 Jensen Freighter 1/43

124,95 €

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Die passende 3er-Formel

Der britischen Hersteller Jensen nutzte die sich 1955 ergebene Diskussion, die sich durch die Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit von Lastwagen über 2,5 Tonnen Leergewicht ergab, um seinen gerade auf diese Gewichtsklasse zugeschnittenen Lastwagen intensiv zu bewerben.

Strategisch war dies ein guter Schachzug und brachte den Jensen-Lastwagen Freighter wieder in das Bewusstsein. Der Anstoß für die neue LKW-Klasse lag jedoch nicht in einer neuen Bauvorschrift, sondern in einer Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 20 mph auf 30 mph – also 48 Km/h. Bis 1954 betrug in England die Höchstgeschwindigkeit für schwere Lastwagen maximal 20 mph – 32 km/h. Diese Anhebung um 10 mph sorgte für zahlreichen Diskussionsstoff innerhalb des gesamten Frachtbereichs und der LKW-Branche.

In der Chefetage der Firma Jensen Motors Ltd. in West Bromwich nahm man diese Gesetzesänderung zum Anlass, den eigenen Lastwagen wieder schmackhaft zu machen. Unter dem Werbeslogan „A 30 ft vehicle weighing under 3 tons for 30 m.p.h. travel” brachte das Werk die markanten Punkte auf einen gemeinsamen Nenner, was im Klartext hieß: Bei einer Gesamtfahrzeuglänge von 30 Feet - 914 Zentimetern - und einem Leergewicht von 3 Tonnen konnte eine Fahrleistung von 30 mph erreicht werden. Der Lastwagen, der lediglich auf die Bezeichnung Freighter getauft war, fiel vor allem durch seine Schlichtheit auf. Das Fahrgestell und die Fahrerhauseinheit waren soweit vereinfacht, dass alle möglichen Aufbauten individuell aufgesetzt werden konnten und dabei eine Integration des Führerhauses in den Aufbau möglich war, wie es beispielsweise bei den damals gängigen Möbelwagen praktiziert wurde. Aber auch Abschleppvorrichtungen, Pritschenversion, Transporter für Personenwagen oder gewöhnliche Kastenaufbauten waren problemlos auf das Fahrgestell zu montieren. Um Gewicht zu sparen wurden das Fahrgestell aus Aluminium und das Fahrerhaus aus Stahl gefertigt, wobei das Dach und die Frontverkleidung aus dem leichten Werkstoff GFK bestanden. Die Kühlerfront hob sich dabei von der Masse der anderen Lastwagen ab, weil es die sprachliche Kurzform von Jensen als verschachteltes Kühlergrillmuster trug – JNSN. Diese optische Raffinesse wurde schließlich auch zum eigentlichen Erkennungszeichen der Lastwagen. Die tief nach unten und vor der Vorderachse sitzende Fahrerkabine und die nach außen hin abfallende, zweitteilige Frontscheibe mit ihren Ausstellfenstern trugen noch das Übrige dazu bei, dass ein Jensen-Lastwagen überall auffiel. Als Antrieb stand dem Käufer ausnahmslos ein Perkins-P 6 Dieselmotor mit 4-Gang Getriebe zur Verfügung.

Der Jensen Lastwagen erhielt keinen Nachfolger, denn auch in den Folgejahren gehörte den schnittigen Personenwagen die weitaus größere Liebe der beiden Firmeninhaber als einem robusten Truck.